Trends in Supply Chain Management und Logistik

Kernerkenntnisse

  1. Kostendruck, Individualisierung und Komplexität bleiben auch im Zeitalter der Digitalisierung die Top-Trends, welche von extern an die Unternehmen getragen werden.
  2. Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Transparenz in der Supply Chain sind hingegen die wichtigsten Trends, die zukünftig mehr aus den Unternehmen heraus getrieben werden müssen.
  3. Die Bedeutung von Nachhaltigkeit hat gegenüber 2012 deutlich zugenommen.
  4. Bei der überwiegenden Mehrheit der Unternehmen besteht noch erhebliches Verbesserungspotenzial in Bezug auf die individuelle Anpassungsfähigkeit an bestehende Trends.
  5. Der größte Handlungsbedarf besteht im Hinblick auf den zunehmenden Personalmangel und aufkommende Business Analytics-Anwendungen – über 60 % der Unternehmen konnten sich hieran bisher nicht ausreichend anpassen.

Trends im Überblick

Die Analyse der Forschungsliteratur sowie der geführten Experteninterviews offenbarte 15 zentrale Trends für die Logistik und das Supply Chain Management. Diese können unterschieden werden in Entwicklungen, die eher von außen in das Unternehmen getragen werden (exogene Trends) oder eher aus dem Unternehmen (ggf. mit anderen Unternehmen gemeinsam) getrieben werden (endogene Trends).
Relevanz der Trends für die Unternehmen sehr gering mittel sehr hoch hoch Relevanz 2016Endogen Relevanz 2016Exogen Relevanz 2012 Anteil Unternehmen mit nicht ausreichender Anpassungsfähigkeit (sehr gering bis mittel) Kostendruck | 46 % Individualisierung | 37 % Komplexität | 39 % Nachfrageschwankungen | 50 % Personalmangel | 64 % Nachhaltigkeit | 50 % Staatliche Regulierung/Compliance | 49 % Risiken/Unterbrechungen | 37 % Verändertes Käuferverhalten | 57 % Digitalisierung der Geschäftsprozesse | 52 % Transparenz in der Wertschöpfungskette | 55 % Vernetzung/Zusammenarbeit | 55 % Business Analytics | 62 % Automatisierung | 51 % Dezentralisierung | 55 %

Chancen der digitalen Transformation

Auswirkungen auf Kosten und Erlöse

Digitale Technologien können zum einen Kosten senken – beispielsweise durch intelligente Vorhersagen oder durch die operative Unterstützung der Mitarbeiter mit dem Ziel deren Produktivität zu steigern. Zum anderen können diese zur Verbesserung der Kundenbeziehung beitragen und neue Geschäftsfelder eröffnen. Diese und vergleichbare positive Auswirkungen einer digitalen Transformation werden von einer Mehrzahl der Unternehmen in den Sektoren Verarbeitendes Gewerbe (79,9 %), Logistikdienstleistung (85,5 %) sowie Handel (74,5 %) gesehen.

Treiber der Digitalisierung